Rechtliche Schritte gegen DHL

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  • Mahlzeit! Ich bin es mal wieder mit einem anderen Fall, zu dem ich gerne eure objektive Meinung hören würde.


    Ich habe am Montag ein Paket mit DHL ganz normal nach Dänemark verschicken wollen und dafür 15 Euro bezahlt. Das Paket ging dann nach Börnicke und lag dort erst einmal zwei Tage. Es gab keine Bewegung, kein Update, gar nichts. Plötzlich erschien dann im Tracking die Information, dass es zurück an den Absender geschickt wird.


    Ich war über diesen Vorgang etwas irritiert, habe aber gewartet, bis das Paket wieder bei mir ankam. Als ich es dann erhielt, hat es mich tatsächlich aus den Socken gehauen. Eigentlich würde ich jetzt gerne einige unschöne Worte benutzen, aber das lasse ich lieber und versuche, mich so neutral wie möglich auszudrücken.


    Streng genommen hat DHL in diesem Fall zwar recht, aber trotzdem denke ich, dass man es auch übertreiben kann. Und genau deshalb möchte ich es nicht einfach auf sich beruhen lassen – denn sieh selbst:


    Die gebuchten Maße waren: 60 × 30 × 15 cm bei 2 kg.
    Mein Paket war laut DHL offensichtlich: 44 × 35 × 7 cm bei 2,3 kg.
    (Offenbar hat dort jemand sehr genau nachgemessen.)

    Auch wenn viele von euch wahrscheinlich sagen werden: „Ja, ist rechtens – es war ein bisschen zu schwer und ein bisschen zu groß“, frage ich mich ernsthaft: DHL, wirklich? Wegen fünf Zentimetern bei einer Seite, während alle anderen Maße deutlich unter den gebuchten lagen? Und wegen gerade einmal 300 Gramm?


    Ich meine, die Zeit, die sich ein Mitarbeiter im Depot nehmen musste, um das Paket extra anzufassen, zu messen und zu wiegen, war vermutlich teurer und aufwendiger, als das Paket einfach trotz der minimalen Abweichungen weiterzuleiten. Solche Nuancen kommen doch täglich vor und werden normalerweise durchgewunken.
    Wie würdet ihr mit so etwas umgehen? Ich weiß, der Großteil wird wohl sagen: „Hat nicht gepasst – DHL ist im Recht.“


    Aber ich finde, es gibt Grenzen. Hier geht es wirklich nur um minimale Abweichungen, nicht um gravierende Unterschiede


    Ich überlege daher, meine Rechtsschutzversicherung zu informieren und meine Kreditkartenfirma anzuweisen, den Betrag zurückzubuchen – was sie vermutlich ohne Probleme machen würden. Denn ich denke nicht, dass DHL Einsicht zeigen wird, wenn ich sie direkt anschreibe.


    Das Einzige, was dieser unfähige Verein konsequent hinbekommt, ist, die Preise immer weiter zu erhöhen und gleichzeitig immer weniger Leistung zu bieten. Auch wenn ich Weihnachten nicht als Ausrede für Sonderbehandlungen anführen möchte, finde ich, dass man bei solch kleinen Abweichungen auch mal ein Auge zudrücken könnte.


    Ich bin gespannt auf eure Meinungen.

  • Ich überlege daher, meine Rechtsschutzversicherung zu informieren und meine Kreditkartenfirma anzuweisen, den Betrag zurückzubuchen – was sie vermutlich ohne Probleme machen würden. Denn ich denke nicht, dass DHL Einsicht zeigen wird, wenn ich sie direkt anschreibe.

    Damit wirst du nicht durchkommen. Wenn es richtig mies läuft, hast du ein Verfahren wegen vorsätzlicher Falschfrankierung am Hals. Und dann behalten die sich strafrechtliche Schritte vor. Und dann brauchst du einen Strafverteidiger. Lass es einfach auf sich beruhen und dann musst du es neu schicken. Und die Bank kann Rückbuchungsbegehren ablehnen, wenn sie unberechtigt sind.

    Das Porto wirst du bezahlen müssen, denn die Post kann ja nun mal nichts dafür, wenn du eine zu geringe Paketklasse wählst. Wenn ich bspw. Lederjacken verschicke, nehme ich immer ein 5 kg-Paket und bei mir ist noch nie eine Sendung wegen Falschfrankierung zurückgekommen. Natürlich kannst du da jetzt ein Fass aufmachen, aber wenn es richtig mies läuft, kassierst du eine Strafanzeige wegen vorsätzlicher Falschfrankierung und dann wird ein Verfahren gegen dich eingeleitet werden. Man muss schon sehr genau messen und wiegen und man weiß ungefähr, was eine gewisse Ware wiegt und dementsprechend bucht man die passende Paketklasse.

    Ich bin Rechtsanwaltsfachangestellter und ich meine, dass du es zwar versuchen kannst, aber mit der Gefahr, dass gegen dich ein Verfahren wegen vorsätzlicher Falschfrankierung eingeleitet werden kann.

  • Hallo Marcel, danke dir für deinen Beitrag. Wie ich auch schon in meinem Beitrag geschrieben habe, grundsätzlich hat DHL recht. Da können wir schön reden so viel wie wir wollen. Das ist leider so. Und wie gesagt, aus meiner Sicht, sage ich ganz ehrlich, werde ich dieses Risiko definitiv eingehen. Denn ich habe für vieles Verständnis und respektiere auch vieles. Und es gibt bestimmt auch Leute, die vorsätzlich falsche oder günstigere Pakete kaufen, obwohl größere oder teurere Sachen drin sind und in 9 von 10 durchkommen. Und dass da DHL dem Ganzen Einheit gebietet, habe ich vollstes Verständnis dafür. Wo mir jedoch das Verständnis fehlt, ist bei solchen Kleinigkeiten, gerade in der Weihnachtszeit, finde ich es noch dreister. Und ich werde erst mal den freundlichen Weg über das Kontaktformular gehen und werde versuchen, auf die freundliches zu machen. Wenn es nicht geht, dann werde ich definitiv mich anlegen. Weil es geht mir nicht um die 15 Euro. Ich habe so viel Lehrgeld in meinem Leben bezahlt, da kommt es auf die 15 Euro nicht an. Es geht mir einfach um das Prinzip, um das kriminelle Unternehmen DHL. Was die sich tagtäglich leisten, was wir uns als Kunde gefallen lassen müssen, was wir akzeptieren müssen, was wir hinnehmen müssen. Und irgendwo ist dann auch mal eine Grenze erreicht, wo ich sagen kann, wir als Kunde müssen uns auch nicht alles gefallen lassen. Und da das aus meiner Sicht wirklich eine Lappalie drüber ist, habe ich dafür einfach kein Verständnis. Kann man jetzt sehen, wie man möchte. Aber wie gesagt, teuer immer nach oben, Service immer niedriger.

  • Es geht einfach darum, dass man (gerade wenn es ein bisschen drüber ist) dann eine höhere Paketklasse buchen (muss). Ich möchte jetzt auch kein Streit anzetteln oder mich als Besserwisser hinstellen oder sonst was. Ich möchte einfach nur freundlich darauf hinweisen, dass so ein Verfahren kommen könnte, auch wenn nicht mal eine böse Absicht dahinter steckt. Aber es gibt halt zu viele, die das missbrauchen und DHL ist bei sowas eben gnadenlos.

    Und ich meine, dass man dann (leider) nochmal bezahlen muss. Aber was man für die Zukunft machen kann: Man kann sein Paket vermessen und verwiegen und dann die richtige Paketklasse buchen. Es ist mies, wie es bei dir abgelaufen ist. Wenn man aber (ganz allgemein gesprochen) zur Postfiliale geht und dort ein vorfrankiertes Paket abgibt, gibt man ja wissentlich an, alles richtig frankiert und bezahlt zu haben. Und wenn nun im Paketzentrum dieser "Fehler" auffällt, könnte es unter Umständen dazu kommen, dass man ein Verfahren wegen Betruges (weil man ja zu wenig bezahlt hat) bekommen kann. Es ist nicht so, dass es immer dazu kommt, aber diese Gefahr sollte man im Hinterkopf behalten.

    Ich habe am Donnerstag ein Paket nicht bekommen, obwohl ich den Wunschtag auf Donnerstag gebucht habe und wahrscheinlich wird bei Auslandssendungen genauer hingeguckt. Zumal der Zoll im Zielland auch darüber Bescheid wissen muss usw. Aber das würde jetzt hier zu weit gehen. Klar kannst du dich mit DHL fetzen, aber wie ich oben schon meinte, wirst du damit nicht durchkommen. Die Gefahr einer Strafanzeige wegen vorsätzlicher Falschfrankierung schwingt mit. Daher musst du das Risiko selbst abwägen. Wäre schön, wenn du damit durchkommen würdest, aber ich sehe deine Erfolgsaussichten nahe 0. Es bringt nichts sich mit unnötigem Zeug zu beschäftigen. Klar, ist es schwer, da loszulassen, nur man sollte sich nicht mit Zeug befassen, was man nicht mehr ändern kann.

  • Hi nochmal, du, ich habe hier um offene Meinung gebeten und nicht um man soll mich bestätigen. Deshalb danke ich dir auf jeden Fall für deine Sichtweise.

    Wie gesagt, DHL hat an sich, wenn's hart auf hart kommt, natürlich recht. Und alles andere ist Kulanz.

    Ich habe nicht bewusst oder vorsätzlich ein falsches Label gebucht, sondern mir wurde das so durchgegeben.

    Wäre das jetzt irgendwie so eine Vier-Euro-Päckchen. gewesen, dann hätte ich gesagt, okay, komm, lass gut sein. Aber es sind 15 Euro. Die Sachlage einfach, diese minimalen Abweichungen sind einfach spitzfindig und das, was wir uns tagtäglich von DhL gefallen lassen müssen., sind einfach drei Punkte, wo ich einfach sagen kann, nein, ich möchte und werde es auf sich nicht beruhen lassen.

    Aber ich danke dir erstmal für deine Sichtweise und ich werde mir das Ganze nochmal durch den Kopf gehen lassen. Wie gesagt, erstmal werde ich ganz freundlich und neutral über das Kontaktformular eine Anfrage schicken und je nach Reaktion auf das Kontaktformular werde ich dann entsprechend reagieren.

  • Möchte da jetzt auch kein weiteres Fass aufmachen, aber was hätte DHL deiner Meinung nach tun sollen? Es einfach weitersenden?

    Am ende womöglich mit dem Paket Verlust machen? 🙈

    Ich persönlich finde 5cm bei 30cm (⅙) keine geringe Abweichung, und auch 15% mehr an Gewicht nicht.

    Ein standardbrief mit 23g (darf nur 20g) geht auch zurück.

    DHL hat sich eben dazu entschieden, dass sie da nicht kulant sondern exakt sind. Und das finde ich ehrlich gesagt verständlich. Ich habe mich auch schon geärgert, als ein Maxibrief mit 1005g zurück kam, und alle Briefmarken abgestempelt. Aber es ist eben das Recht von denen: Mit dem Absenden stimme ich den AGB, Beförderungsbedingungen etc zu, welche besagen, dass die Sendung richtig frankiert sein muss.

    Ich finde aber, es müsste kundenfreundlichere Lösungen geben. Z.B. in deinem Fall: Wir lagern das Paket und der Absender bekommt eine mail, dass er Porto (und z.B. 2€ straf/Bearbeitungsgebühren) nachzahlen muss. Das fände ich fairer. Aber eben ein erhöhter Aufwand für DHL.

    Ärgerlich allemal, aber meiner Meinung nach auch kein Grund da gegen vorzugehen :)

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