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Zoll bei Bestellungen aus China, den USA oder Großbritannien: Was kostet das 2026?

  • EmKo9
  • 1. November 2026 um 22:13
  • 24 Mal gelesen
  • 0 Kommentare
Seit dem 1. Juli 2026 gibt es keine Zollfreigrenze mehr für günstige Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern. Was das für Temu, Shein, AliExpress oder Shops aus den USA und Großbritannien bedeutet, welche Gebühren an der Haustür dazukommen und wie du sie vermeidest, erklären wir hier.
Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
  1. Was sich 2026 geändert hat
  2. „Pro Warenkategorie“, was heißt das?
  3. Rechenbeispiel: Handyhülle für 8 €
  4. Die Servicegebühr an der Haustür
  5. So vermeidest du Überraschungen
  6. Gilt das auch für Großbritannien und die Schweiz?

Kurz gesagt: Für jede Bestellung aus einem Nicht-EU-Land fallen 19 % Einfuhrumsatzsteuer an, und zwar ab dem ersten Cent. Seit Juli 2026 kommt bei Sendungen bis 150 € ein Pauschalzoll von 3 € pro Warenkategorie dazu. Muss der Paketdienst die Abgaben für dich vorstrecken, verlangt er zusätzlich eine Servicegebühr.

Was sich 2026 geändert hat

bis 30.06.2026seit 01.07.2026
Einfuhrumsatzsteuer19 % ab dem ersten Centunverändert
Zoll bei Warenwert bis 150 €zollfrei3 € pauschal pro Warenkategorie
Zoll bei Warenwert über 150 €regulärer Zollsatzunverändert

Der Pauschalzoll ist eine Übergangsregel, vorgesehen bis Juli 2028. Danach sollen auch für günstige Sendungen die normalen Zollsätze gelten. Zusätzlich plant die EU eine Bearbeitungsgebühr pro Paket, deren Höhe und Start noch nicht endgültig feststehen.

„Pro Warenkategorie“, was heißt das?

Gezählt wird nicht jedes einzelne Teil, sondern jede Art von Ware:

  • 4 Paar Socken in einem Paket: einmal 3 €
  • 1 T-Shirt und 1 Handyhülle: zweimal 3 € = 6 €

Rechenbeispiel: Handyhülle für 8 €

PostenBetrag
Warenwert8,00 €
Einfuhrumsatzsteuer 19 %1,52 €
Pauschalzoll3,00 €
Servicegebühr, falls der Paketdienst vorstreckt (Deutsche Post/DHL)7,50 €
Gesamt im ungünstigen Fall20,02 €

Die Servicegebühr an der Haustür

Wurden Steuer und Zoll nicht schon beim Kauf bezahlt, legt der Paketdienst sie beim Zoll aus und holt sie sich bei der Zustellung von dir zurück. Dafür berechnet er eine Pauschale. Bei Deutscher Post und DHL sind das derzeit 7,50 € pro Sendung, egal wie günstig die Ware war.

So vermeidest du Überraschungen

  • Abgaben schon im Warenkorb? Viele große Plattformen und Shops rechnen Steuer und Zoll direkt beim Kauf ab. Das erkennst du daran, dass die deutsche Mehrwertsteuer im Bestellvorgang ausgewiesen ist. Dann fällt an der Haustür meist keine Servicegebühr mehr an.
  • Bündeln: Mehrere Kleinigkeiten in einer Bestellung sind günstiger als viele Einzelsendungen. Achte aber auf die Zahl der Warenkategorien.
  • Kleine Bestellungen lohnen sich oft nicht mehr: Bei wenigen Euro Warenwert können die Abgaben teurer sein als die Ware selbst.
  • Rechnung aufbewahren: Der Zoll kann einen Nachweis über den Warenwert verlangen.

Gilt das auch für Großbritannien und die Schweiz?

Ja. Beide gehören nicht zur EU, für Bestellungen von dort gelten dieselben Regeln.

Hinweis: Dieser Artikel ist keine Steuer- oder Rechtsberatung. Verbindliche Infos gibt es beim Zoll (zoll.de).

Was habt ihr seit Juli an der Haustür gezahlt? Teilt eure Erfahrungen im Forum: Weitere Dienste & International

Stand: November 2026. Quellen: Verordnung (EU) 2026/382, Generalzolldirektion bzw. zoll.de, Deutsche Post „Zollinformation: Fragen zu Kosten“, IHK-Informationen zum Wegfall der Zollfreigrenze.

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